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Was wirkt gegen Zecken?

 

Zecken sind lästige kleine Biester, vor denen man sich und sein Tier mittlerweile schon ganzjährig schützen muss. Was wirklich gegen Zecken hilft erfährst du im heutigen Beitrag.

 

Bei jeder Blutmahlzeit gelangt der Speichel dieser Spinnentiere in die Stichwunde. Der Zeckenstich selbst verursacht bei Hunden und Katzen meist heftigen Juckreiz mit oder ohne Schwellungen. Sind jedoch Krankheitserreger im Zeckenspeichel enthalten, können mit einem Stich zum Teil lebensgefährliche Krankheiten wie Anaplasmose, Babesiose, Borreliose, Ehrlichiose oder in sehr seltenen Fällen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auf Hunde übertragen werden. Unbehandelt verlaufen diese Krankheiten oft akut oder sogar tödlich.

 

Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass Zecken, die Krankheitserreger in sich tragen, Kälte und Hitze besser überleben als Zecken, die nicht infiziert sind. So zeigte sich zum Beispiel, dass der „Gemeine Holzbock“, wenn er den Erreger der Anaplasmose in sich trägt, bei winterlichen Temperaturen ein Antifrost-Schutzenzym bildet, das seine Überlebensrate im Vergleich zu nicht infizierten Zecken erhöht. Außerdem wurde festgestellt, dass mit dem Borreliose-Erreger befallene Zecken weniger empfindlich auf Wärme und Trockenheit reagieren und zu einem deutlich höheren Anteil überleben als andere Zecken. Folglich ist davon auszugehen, dass man sein Tier ganzjährig schützen sollte.

 

So kannst du einen Zeckenstich vorbeugen

 

Mit vorbeugenden Maßnahmen kann man Borreliose und Co. erfolgreich den Kampf ansagen. Dazu gehören: Schnelles Entfernen der Zecken und Präparate zu nutzen, die die Zecken abtöten. Je nach Zeckenart und Erreger sind die Übertragungszeiten unterschiedlich. Borrelien werden 6 bis 72 Stunden nach dem Zeckenstich übertragen, die Erreger der Anaplasmose innerhalb von 24 Stunden, die der FSME nach nur wenigen Minuten und Babesien nach 48 Stunden.

 

Hunde sollte man deshalb unbedingt nach jedem Spaziergang auf Zeckenbefall absuchen. Katzen erkranken zwar nicht an Borreliose, sollten aber zur Verhinderung der lokalen Symptome mindestens einmal täglich kontrolliert werden. Bevorzugte Einstichstellen sind die gefäßreichen, dünnhäutigen Partien an Kopf, Hals, Schultern und Achseln.

 

Mit einer speziellen Zeckenpinzette lassen sich die Zecken fassen und unter sanftem Zug aus der Haut ziehen. Keinesfalls sollte man sie zuvor mit Öl oder anderen Flüssigkeiten versuchen abzutöten, denn gerade im Todeskampf bringen Zecken ihren möglicherweise infektiösen Speichel vermehrt in die Wunde ein.

 

Doch durch alleiniges Absuchen des Tieres wird keine Sicherheit erreicht, denn zu viele Zecken werden bei dieser Methode selbst von Fachleuten übersehen. Oft kann man die sie erst Tage nach Beginn der Blutmahlzeit, wenn sie sich mit Blut vollgefressen und den Hund bereits infiziert haben, erkennen und entfernen. Um die Tiere vor ungebetenem Besuch zu schützen oder den kleinen Biestern den Appetit zu verleiden, stehen Spot-on-Präparate, Sprays oder antiparasitäre Halsbänder in den Tierarztpraxen zur Verfügung.

Die Spot-on-Präparate von der TierärztIn des Vertrauens helfen wie mit einem unsichtbaren Schutzschild. Einmal durch ihre abschreckende Wirkung (Repellenteffekt), und zusätzlich durch ihre abtötende Wirkung. Vorsicht ist geboten, wenn zusätzlich zum Hund noch Katzen oder Kaninchen im Haushalt leben, denn einige Präparate sind hochgiftig für sie. Der in den Halsbändern enthaltene, Zecken abtötende Wirkstoff wird kontinuierlich abgegeben. Gelegentliches Schwimmen, oder Regen vermindern die Wirkung nicht. In Teichen mit Fischbesatz sollten Hunde, die antiparasitäre Halsbänder tragen, jedoch nicht baden, da einige Wirkstoffe für Fische giftig sind.

Auch der freie Handel bietet eine Vielzahl von teils fragwürdigen Produkten an. So verhindern angeblich Bierhefe oder Sprays, die mit Molke die Atemöffnungen der Zecken verkleben sollen, den Befall mit den Parasiten nicht. Auch die Wirksamkeit von so genannten „biomagnetisierten“ Metallplaketten oder Bernsteinketten konnte bisher nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Sie beruht allein auf der subjektiven Wahrnehmung der Besitzer und schützt keineswegs das Tier.

Darüber hinaus rät ein altes Hausrezept zu Knoblauch, doch ist weder die Wirkung belegt, noch ist es ratsam, Knoblauch bei Hund und Katze einzusetzen, denn wie alle Zwiebelgewächse ist auch der dazu zählende Knoblauch für beide Tierarten giftig! Auch Kokosöl schützt nicht, sondern wirkt eher anziehend auf die Zecke.

 

Bitte merken: Nicht alle Zeckenmittel sind für jede Tierart in jedem Lebensalter gefahrlos geeignet. Welches Produkt für deinen Hund oder deine Katze in Frage kommt, erfährst du am besten in Deiner Tierarztpraxis. Dort wirst du ausführlich beraten und auf mögliche Nebenwirkungen oder Giftpotentiale hingewiesen.

 

 

 

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