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Sommerzeit ist Zeckenzeit!

Sommerzeit ist Zeckenzeit!

In der heißen Jahreszeit gibt es für Hundebesitzer nichts Schöneres als mit dem Vierbeiner die Natur zu erkunden. Aber in hohem Gras, Büschen und Wäldern lauert eine Gefahr für Mensch und Tier: Die Zecke!

In Deutschland ist die Zeckenart des „Gemeinen Holzbock“ am weitesten verbreitet. Diese kann unter anderem Borreliose, Ehrlichiose oder FSME übertragen. Krankheiten, an deren Verlauf Hunde und Menschen schwerwiegende Langzeitfolgen erleiden können. Risikogebiet für infizierte Zecken ist vor allem Süddeutschland, jedoch gelten alle Empfehlungen dieses Beitrags ausnahmslos für das ganze Bundesgebiet
Dementsprechend ist es wichtig das Tier nach einem Spaziergang in der Natur auf Zecken zu untersuchen. Vor allem bei langhaarigen Tieren ist eine gründliche Kontrolle notwendig. Die Parasiten heften sich bevorzugt an leicht zugängliche Stellen mit einer dünnen, weichen Hautfläche. Beliebte Angriffsorte sind z.B. Achselhölen, Innenschenkel, Ohren und Bauch. Auftreten können die Biester jedoch an jedem beliebigen Körperteil, da durch das dichte Fell des Hundes ein „wandern“ auf dem Körper unterbunden wird, und die Zecke oftmals an der Stelle verbleibt, wo sie als erstes auf dem Wirt gelandet ist.

Hat man eine Zecke auf seinem Haustier entdeckt, gibt es verschiedene Möglichkeiten um den Störenfried zu entfernen:
1. Zeckenkarte: sehr einfach zu handhaben und preisgünstig. Der Vorteil ist, dass die Karte im Scheckkartenformat problemlos im Portemonnaie mitgeführt werden kann.
2. Zeckenzange oder Pinzette: Etwas sperriger als die Karte, jedoch auch ein verbreitetes Mittel zur Zeckenentfernung. Kann auch genutzt werden um Splitter und ähnliches aus der Haut zu entfernen.

Mit dem Mittel der Wahl die Zecke damit möglichst nah an der Haut erfassen und vorsichtig und gleichmäßig herausziehen. Da das Ungetier eine Art Kleber absondert, mit dessen Hilfe sie sich an ihren Wirt „ankittet“, kann es ein bisschen dauern bis sie sich komplett löst. Keinesfalls hektisch reagieren wenn die Zecke sich nicht unmittelbar löst. Egal wie man die Zecke entfernt, es ist immer darauf zu achten, dass der Rumpf des Ungeziefers nicht gequetscht wird. Dadurch würde man das Blut und die Innereien des Schädlings über die Bisswunde in den Körper des Hundes drücken und so das Infektionsrisiko erhöhen.
Auf keinen Fall mit viel Gewalt oder ruckartig arbeiten! Es sollte immer das ganze Tier entfernt werden, ohne den Kopf abzureißen. Verbleibt der Kopf der Zecke an der Wunde, ist dieser nachträglich schwer zu entfernen. So erhöht man auch die Infektionsgefahr.

Verzichten sollte man auf sogenannte „Hausmittelchen“. Weit verbreitet ist die Methode das Ungeziefer mit Öl, Klebstoff oder ähnlichem zu ersticken. Zwar fällt der Parasit dadurch vom Wirt ab, aber durch die vorhergehende „Panik“ des Todeskampfes erbricht das Ungeziefer Blut und Speichel über die Bisswunde in den Hund. Auf diese Weise steigt das Risiko einer Infektion enorm.
Anschließend das entfernte Problem gründlich vernichten, damit es nicht gleich den nächsten Hund anzapfen kann. Und diese Biester halten einiges aus! Die Toilette runterspülen alleine reicht nicht. Bewährt haben sich Methoden wie Feuer(zeug) oder die Kombination aus Boden und Schuhabsatz/Stein. Soll das Tier zur Ansicht beim Tierarzt äußerlich unbeschädigt bleiben, kann auch kochendes Wasser oder hochprozentiger Alkohol verwendet werden.

Ist nach der Behandlung an der Bissstelle eine Rötung der Haut erkennbar, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden. Die sogenannte Wanderröte kann ein Hinweis auf eine mögliche Borreliose sein. Auch wenn in den Tagen nach der Zeckenentfernung der Hund Symptome wie Fieber, Appetitlosigkeit oder Mattigkeit zeigt ist ein Arzt zu konsultieren.

 

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