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Winterzeit = Erkältungszeit: Erkältungen bei Katzen erkennen, handeln, vorbeugen!

Wenn es eine Samtpfote in der kalten Jahreszeit erwischt, zeigen sich im Grunde die gleichen Symptome wie beim Menschen. Jetzt heißt es zu handeln, damit sich Dein Liebling so bald wie möglich erholt.

Symptome erkennen

Eine Erkältung erkennst Du am besten an den folgenden Symptomen, die nicht alle gleichzeitig erkennbar sein müssen:

  • Husten
  • Niesen, laufende Nase
  • Augen tränen
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit
  • Nasenatmung
  • Rasselnder Atem/Heiserkeit

 

Fieber erkennst Du sehr gut an einer warmen und feuchten Nase. Katzennasen sind im gesunden Zustand in der Regel kalt. Die Temperatur kann man ebenso an den Ohrmuscheln sehr gut erfühlen. Bei Katzen liegt die normale Temperatur zwischen 37,8 und 39,1 Grad Celsius.

Appetitlosigkeit erkennst Du ziemlich schnell, da die meisten Katzen Leckermäulchen sind und es auffällig ist, wenn sie eine Mahlzeit links liegen lassen. Hier besteht ein hohes Risiko für Dauerschäden. Werden zu viele Rationen ausgelassen, droht eine Fettleber, die Langzeitschäden verursachen kann. Die grade jetzt dringend nötige Flüssigkeit wird, zumindest wenn das Tier an Nassfutter gewohnt ist, auch nicht mehr im gewohnten Maße aufgenommen.

Da Erkältungen natürlich vermehrt im Winter auftreten, kann das Symptom Müdigkeit trügerisch sein. Denn die Katze ist in der kalten Jahreszeit eher inaktiv, manche Härtefälle halten einen regelrechten Winterschlaf von bis zu 20 Stunden am Tag. Dies erschwert es auch die anderen Symptome zu identifizieren, da man den Vierbeiner seltener zu Gesicht bekommt und so eventuell nicht alle Anzeichen erkennen kann. Kranke Katzen verstecken sich oftmals vor anderen. Das ist ein Instinkt aus den Zeiten, in denen die Stubentiger noch selbst täglich Gefahr liefen Opfer von Wildtieren zu werden.

Maßnahmen einleiten

Als erstes solltet Du es dem Patienten gemütlich machen. Als Krankenbett ist ein warmer, ruhiger Platz ohne Zugluft zu bevorzugen. Die Katze sollte einen guten Überblick über die Umgebung haben, aber optisch und physisch vor Störungen geschützt sein, damit sie in Ruhe schlafen kann. So ist ein Platz nahe der Heizung sicherlich optimal als Wärmequelle. Fensterbänke sind nicht zu empfehlen, da hier Zugluft herrschen kann. Nur wirklich optimal abgedichtete Fenster können dies verhindern. Hält sich die Katze gerne im Badezimmer auf, so kann das zwei Vorteile haben: erstens sind in Bädern oftmals eine Bodenheizung installiert, die eine angenehme Wärme ausstrahlt. Zweitens kann durch kurzes andrehen der Dusche die Luftfeuchtigkeit erhöht werden, was den Schleimhäuten und dem Rachen wohl tut.

Freigänger sollte man nach Möglichkeit im Haus behalten. Die Schnupfnasen werden von selbst nicht in die Kälte wollen und sich lieber irgendwo im warmen hinkuscheln. Unverbesserlichen Pflegebedürftigen mit unbändigem Freiheitsdrang, die einfach nicht im Haus zu behalten sind, sollte ein Rückzugsort geschaffen werden. Du kannst aus Karton, Styroporkisten und ähnlichem wunderbare kleine Hütten bauen und mit Stroh auspolstern. Den Freisitz dann noch mit Futter und Wasser versorgen, damit die Katze auch weiß, dass es für sie ist. Bei kalten Temperaturen dann lieber Trockenfutter geben und das Wasser oft wechseln oder warm halten, um Eisbildung zu vermeiden.

Generell ist es jetzt wichtig die Katze zum Trinken und Essen zu animieren. Besonders bei Fieber besteht sonst die Gefahr der Dehydrierung. Katzenbrunnen oder mehrere Wassernäpfe im Haus verteilt können Wunder wirken. Auch eine Hühnerbrühe ist verlockend und spendet dazu noch Nährstoffe. Dazu Hühnerklein oder Fleisch mit etwas Gemüse (Karotten, keinesfalls Zwiebeln, Lauch, Knoblauch) ungesalzen und lauwarm servieren. Nassfutter ist in der Wohnung dem Trockenfutter vorzuziehen, da es zusätzlich Flüssigkeit enthält und meist intensiver riecht. Katzen reagieren sehr stark auf den Geruch von Futter. Ist die Nase verstopf, kann selbst die gewohnte Nahrung links liegen bleiben, wenn dein Tier es nicht erschnüffeln kann. Wenn nötig auf die wirklich feinen Sachen zurückgreifen wie Dosenthunfisch. Ein leichtes erwärmen des Futters fördert die Geruchsbildung ebenso.

Laufen Nase und Augen, solltest Du der Katze regelmäßig das Gesicht waschen. Die Sekrete verkrusten sonst schnell und sind dann nur schwer und eventuell schmerzhaft zu entfernen. Dazu mit einem handwarmen, feuchten Lappen über das Gesicht wischen. Die meisten Schnurrer empfinden die Bewegung von der Nase über die Augen zur Kopfdecke hin als angenehm. Am kniffligsten ist sicherlich das auswischen der inneren Augenwinkel. Dabei beruhigend auf die Katze einreden und mit einem Leckerli belohnen, schließlich wird die Behandlung in der nächsten Zeit mehrmals wiederholt.

Wann zum Tierarzt?

In schwereren Erkältungs-Fällen sollst Du die Behandlung auf jeden Fall dem Tierarzt überlassen. Das gilt zum Beispiel, wenn deine Katze starkes Fieber hat, die Krankheitsbilder nach drei Tagen nicht abklingen, oder Tränenflüssigkeit und Schnupfen nicht klar, sondern weißlich oder gelblich sind. Es könnte sich dann auch um den sogenannten Katzenschnupfen handeln. Dieser kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden und endet für immunschwache Tiere oder Kätzchen unter Umständen tödlich. Auch erblinden oder Muskelschädigungen durch die einhergehenden Entzündungen sind möglich. Katzenschnupfen muss unbedingt vom Tierarzt behandelt werden, da sich Erreger auch im Wirt halten können, ohne ihn anzustecken. Dein Tier kann auf diesem Wege andere Katzen mit den Erregern infizieren. Am besten lässt Du bereits Katzenbabys ordnungsgemäß impfen, dann kann Katzenschnupfen gänzlich verhindert werden. Es gilt auf jeden Fall nicht selbst mit Medikamenten zu experimentieren. Dies kann für Deine Katze schlimm enden. Medikamentengabe bei Katzen ist nie einfach, muss jedoch in bestimmten Fällen in Absprache mit einem Veterinär durchgezogen werden.

Unser Tipp: Erkältungen vorbeugen

Katzen die nach draußen dürfen, sollten im Herbst schrittweise an die fallenden Temperaturen angepasst werden. Dazu wird der Rumtreiber wie gewohnt raus gelassen, aber bei Temperatureinbrüchen nach Möglichkeit wieder ins Haus geholt. So kann sich das Immunsystem schrittweise an die Wetteränderungen gewöhnen. Kommt der Freigänger durchnässt zurück, solltest du ihn umgehend trocken reiben. Und natürlich muss ein gesundes Tier von erkrankten Tieren und Menschen ferngehalten werden, da immer ein Risiko der Ansteckung besteht.

Wir wünschen auf diesem Wege Mensch und Tier eine krankheitsfreie kalte Jahreszeit!

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